Be-Hinderung

Wie es meine Überschrift schon verrät, steckt in dem Wort Behinderung das Wort Hinderung. Und genauso sieht es aus, wenn es darum geht körperlich oder auch geistig behinderten Menschen Möglichkeiten zu bieten, ihr Leben zu erleichtern.

Nicht, dass schon mit fast utopischen Kosten zu rechnen ist, was das normale Leben betrifft, seien es nun Medikamente, spezielle Betten oder die schlichte Möglichkeit im Eigenheim leben zu können. Nein, eben wenn einen schon das Schicksal getroffen hat, muss man auch noch selber unmöglich tief in die Geldbörse greifen, um sich ein spezielles Bett kaufen zu können oder ein behindertengerechtes Bad.  Um nur ein kleines Beispiel zu nennen.

Wie ich nun darauf komme? Wie einige mitbekommen haben, hatte mein Vater im vorigen Jahr eine Hirnblutung, lag längere Zeit im Koma und kämpfte sich ins Leben zurück. Bis auf ein paar Einschränkungen ist er fast wieder der Alte. Ich möchte schon sagen, das grenzt fast an ein Wunder. Doch zu der Zeit als er im Krankenhaus war, fiel er zweimal aus dem Bett und verletzte sich an der Hüfte, was nun zur Folge hat, dass er unerträgliche Schmerzen hat und operiert werden muss. In der Zwischenzeit kämpft er sich jeden Tag in den dritten Stock eines Mehrparteienhauses.

Deswegen haben wir uns wegen eines Liftes erkundigt. Und da fängt der Spaß an. Wie gesagt wohnen meine Eltern in einer Eigentumswohnung im dritten Stock. Was mit 23 Jahren, als sie einzogen kein Problem war, wird jetzt zum Mount Evererst. Es werden Worte laut, dass sie halt ausziehen sollen. Doch warum? Aus einer Wohnung, die gerade abbezahlt wurde und ein zu Hause ist? Einen Aussenlift zu installieren wäre aufgrund der Gegebenheiten kein Problem, wäre da nicht die liebe Bürokratie. Das Haus meiner Eltern hat seit eher eine gemeinsame Buchhaltung mit dem Nachbarhaus, die aus unerfindlichen Gründen nicht trennbar ist. Das Nachbarhaus will keinen Lift, also bekommen meine Eltern keinen Lift.

Gut, es bleibt immer noch die Option eines Treppenliftes, doch die Kosten für diesen sind für meine Eltern, die im vorigen Jahr durch einen Pflegeaufenthalt meines Vaters über Euro 20.000,– aufbringen mussten, nicht alleine stemmbar. Es gibt zwar eine Förderung des Sozialvereins, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Und genau da fange ich an nachzudenken. Es sind Menschen mit Behinderung, sei es geistig oder körperlich, leicht oder schwer, die am meisten zu kämpfen haben mit unserer Bürokratie. Sie können nicht immer Geld verdienen, doch genau das ist es, was ihnen mehr als allen anderen noch aus der Tasche gezogen wird. Ich möchte nicht politisch oder anklagend werden, aber sowas regt mich fürchterlich auf. Ich kenne persönlich einige Menschen, denen es nicht mehr gut geht, die kurz vor der Pension stehen und aufgrund körperlicher Beeinträchtigung nicht mehr arbeiten können. Und genau diese Menschen werden schikaniert. Ich kann es nicht ändern, ich kann nur meinem Ärger etwas Luft verschaffen. Ich kann auf Verständnis hoffen  und Einsicht, dass Zusammenhelfen in der heutigen Gesellschaft kein Fremdwort mehr ist. Ich kann hoffen, dass diesen Menschen bei einer Wohnungssuche, bei der Beschaffung eines Treppenliftes oder anderen dringend notwendigen Mitteln zur Erleichterung des ohnehin schon schweren Lebens, keine Steine in den  Weg gelegt werden und endlich mal nicht immer nur auf den Profit geachtet wird.

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Angst vor dem Zahnarzt? Ich doch nicht…

Jedes halbe Jahr die gleiche Frage: was war zuerst da: der Zahnarzt oder die Angst? Ehrlich, ich bewundere jeden Menschen, der halbwegs entspannt zum Zahnarzt gehen kann, ich persönlich habe so einen Menschen noch nie getroffen. Wie unzählige andere gehöre ich zu der Gattung der besonderen Angsthasen. Ich würde sogar soweit gehen und mich als die Mutter aller Angsthasen bezeichnen. Wobei ich mal eine Bekannte hatte, die aus dem Zahnarztstuhl aufsprang und das Weite suchte. In diesem Fall saß dann der Zahnarzt mit offenem Mund da.

So etwas habe ich noch nie gemacht, aber weit davon weg war ich das eine oder andere Mal auch nicht. Deswegen zwinge ich mich seit ein paar Jahren dazu wirklich alles halbe Jahr zu meiner Kontrolle zu gehen, um die Schäden möglichst gering zu halten. Klappt leider auch nicht immer, so wie ich gestern wieder feststellen musste.

Durch eine Vorkontrolle vor einer Woche wusste ich, dass ich ein kleines Loch in meinen hinteren Zahnzwischenräume habe und eben dieses gestern beseitigt werden musste. Also wurde ich natürlich schon mit erhöhtem Pulsschlag wach. Und ja, auch die Verdauung funktioniert an solchen Zahnarzttagen außergewöhnlich gut. So ehrlich bin ich jetzt mal. Den ganzen Tag plagten mich imaginäre Zahnschmerzen, sogar an Stellen, an denen ich keine Zähne habe. Dennoch musste ich die Coole spielen, um meiner Tochter zu zeigen, dass der Zahnarzt überhaupt nicht schlimm ist. Dafür möchte ich mir selber einen Oskar verleihen für diese schauspielerische Leistung, denn obwohl sie auch schon ein kleines Loch hatte, geht sie gerne hin.

Nun gut, also fuhr ich dann widerwillig zum Termin, verfuhr mich natürlich noch schnell (ob daran mein Unterbewusstsein Schuld war sei dahingestellt) und saß schließlich mit schweißnassen Händen im Wartezimmer. Um euch ein Bild davon zu geben, wie naß meine Hände waren, sagen wir es mal so, ich brauchte die Zeitung nicht umblättern, sie klebte an mir.

Bei jedem anderen Arzt werde ich bereits nach 10 Minuten unruhig und wünsche mir endlich dranzukommen, beim Zahnarzt? Von mir aus könnte ich Stunden warten, solange bis er zusperrt und wieder gehen. Aber ich bin ja vernünftig, das Loch wird nicht von selber verschwinden, also muss es gerichtet werden. Von Spontanheilung habe ich bis dato noch nichts gehört, auch wenn ich mit schierer Gedankenkraft versucht habe, das Loch verschwinden zu lassen. Zur Info: funktionierte nicht.

Schließlich und endlich saß ich bei meinem netten Zahnarzt, der auf mich einredete wie auf einen kranken Hund, und wollte mich beherrschen, also platzte ich sofort damit heraus, lieber noch einmal in den Wehen zu liegen, als eine Füllung zu bekommen. Er lachte und die Frage, ob ich denn eine lokale Betäubung wollte, stand nicht mehr im Raum. Schon bei der Spritze verfluchte ich jeden Tag, an dem ich nicht anständig Zähne geputzt hatte, doch um ehrlich zu sein, es tat wirklich nicht weh. Auch nicht die Füllung. Dennoch zitterte meine Oberlippe derart, dass Elvis neidisch werden würde. Während ich so kopfüber auf dem Zahnartzstuhl lag, erinnerte ich mich an frühere Besuche meiner mittlerweile in Pension befindlichen Zahnärztin. Wir teilen auch sehr schöne Erinnerungen, vor allem die Zeit, als sie in den Wechsel kam und ich live an ihren Hitzewallungen beteiligt war. Ich erspare euch weitere Details über Schweißtropfen, die ihren Weg von ihrer Stirne in meinen Mund fanden.

Zum Glück ist mein jetziger Zahnarzt männlich und nicht von weiblichen Hormonen geplagt. Die Füllung sitzt super und mit wackeligen Füssen, einer von der Betäubung hängenden Lippe und natürlich ganz hübsch sabbernd verließ ich die Praxis wieder. War ja nicht so schlimm. Warum also all die Aufregung? Ach ja, in einem halben Jahr weiß ich wieder warum.

Kategorisiern meiner selbst

Gestern wurde ich gefragt in welche Kategorie mein Blog fällt. Mode, Lifestyle, Essen und Trinken, Erziehung? Ja, ja und ähm..ja.

Diejenigen unter euch, die meinen allerersten Blogeintrag gelesen haben, erinnern sich vielleicht noch an folgenden Satz: mein Kleiderschrank ist voller toller Einzelstücke und nichts passt zusammen. Ich denke, so ungefähr habe ich es beschrieben. So verhält es sich auch noch heute. Ganz ehrlich, ich habe gerade diesen einen Blogbeitrag gesucht und bin kläglich daran gescheitert ihn zu finden. Aber so bin ich in allen Lebenslagen.

Mich kann man einfach nicht kategorisieren. Das wurde mir erst so richtig in den letzten Monaten bewusst. Auf der einen Seite habe ich alles auf meinem Schreibtisch penibelst organisiert, alle Dokumente sind sortiert, meine Pinnwand ist geordnet, sogar der Locher und die Stecknadeln sind immer am gleichen Platz. Auf der anderen Seite suche ich seit Wochen eine Tupperdose in meinem Küchenschrank, die mir meine Mutter geliehen hat. Erfolglos. Normalerweise, wenn ich etwas verräume, um es zu finden, finde ich es nie wieder. Das ist auch der Grund, warum mein Partner mich gebeten hat, seinen Dokumenten und seinem Werkzeug möglichst nicht zu nahe zu kommen. Natürlich habe ich mir für diesen Fall mein eigenes Zentimetermaß hergerichtet, im Werkzeugschrank, wo dieses Zentimetermaß auf einmal in den Kaninchenbau hüpfte, dem Hutmacher begegnete und sich auf wundersame Weise wieder in meinem Badezimmerkasten wiederfand.

Ihr seht das Prinzip? Das selbe gilt für die Arbeit. Wo ich bin herrscht Ordnung. Dort finde ich alles, weiß genau wo es hingehört, entwickle zum Teil monkartige Züge. Doch wehe jemand macht meinen Küchenschrank mit den eben erwähnten Tupperdosen auf. Ich mochte es nie einem Stereotyp zu entsprechen. Meine Mutter glaubte fest an eine rebellische Phase, als ich bei Familienfeiern, wo adrette Kleidung angebracht war, im Gruftieoutfit erschien. Ich hingegen konnte es einfach nicht leiden, wenn mich jemand nach meinem Aussehen beurteilte. Wer sagt denn, dass wenn ich ein hübsches Kleid trage, ich ein netter Mensch bin?

Aber um nicht zu sehr vom Thema abzuschweifen, seit ungefähr einer Woche, eigentlich genau seit meinem Urlaub, wache ich jeden Tag pünktlich um 5 oder 6 Uhr morgens auf. Heute Nacht habe ich sogar meinen eigenen Rekord geschlagen und war um 2 Uhr putzmunter. Habe sogar Hunger auf Frühstück bekommen. Ich wette mit euch, dass ich ab nächster Woche, wo der Alltag wieder beginnt, erneut zum Langschläfer mutieren werde. Schön und gut, als ich dann so wach lag, meine Facebook News rauf und runter geguckt hatte, legte ich das Handy beiseite und blickte in die Nacht hinaus. Es hatte von jeher für mich eine beruhigende Wirkung, wenn es Abend wurde. Ich liebe den Tag, aber in der Nacht ist alles so ruhig und still und läuft nach anderen Gesetzen ab. Konturen verändern sich  in der Dunkelheit, die Luft riecht anders, es ist still, bis auf ein paar vorbeifahrende Autos oder Betrunkene, die dem Sternenhimmel Arien entgegenschmettern. Und da fiel mir auf, dass ich selber all dies in mir vereine: den geschäftigen quirligen Tag, der immer anders verläuft, als man denkt und die ruhige, entspannte Nacht, die gemächlich ihrem ruhigen Tanz folgt.

Und genauso wird mein Blog auch in Zukunft sein: mal dieses, mal jenes. Mal Texte über den Alltag, mal über die Pubertät, mal über Politik, mal über gutes Essen. Dieser Blog ist ein Spiegel meiner selbst: ein geordnetes Chaos.

Seelenraub

Zurück in die Zukunft

In den letzten Tagen erlebe ich einen Backflasch sondergleichen in meine eigene Kindheit. Meine Tochter hat eine Serie für sich entdeckt, die ich selber mit größter Freunde in ihrem Alter angesehen habe: Full House.

San Francisco Ende der 80er, eine Familie mit ihren alltäglichen Problemen, die wie ich erst jetzt feststelle tatsächlich sehr liebevoll gelöst werden. Im Gegensatz zum jetzigen Kinderprogramm möchte ich diese Serie wirklich als sehenswert erachten, auch wenn wir alle wissen, was mit den berühmten Olsen Zwillingen passiert ist. Das ist aber ein anderes Thema.

Aber was mich am meisten zum schmunzeln bringt: die Mode! Meine Tochter sitzt zum Teil mit offenem Mund da und fragt mich, ob man das wirklich in aller Öffentlichkeit getragen hat? Freiwillig?

Ich muss sagen zu dieser Zeit war ich stylish ganz vorne dabei. Bunte Latzhose und gestreifte Bluse mit einem Kragen, auf dem ein Flugzeug landen konnte, gepaart mit Stirnfrasen, die in alle Richtungen standen. Zu meiner Verteidigung, man möge mir zugute halten, dieses Gewand hat meine Mutter ausgesucht, zu Zeiten in denen sie die Dauerwelle für das Must-Have hielt. Aber, jetzt kommts, in den frühen 90ern habe ich mir mein Gewand selber ausgesucht und – tadaaa – es war kein bißchen besser. Batik Leggings mit neonfarbigen Shirts, die mit der richtigen Sonneneinstrahlung Aliens Einladungen auf die Erde schicken konnten. Noch immer die schicken Stirnfrasen mit dem hohen Pferdeschwanz und dem dicksten Haargummi, der auffindbar war. Ich würde euch liebend gerne Fotos aus dieser Zeit zeigen, nur leider, wirklich leider, hat die alle meine Mutter und die wohnt ja zu weit Weg. Leider, wirklich.

Doch jetzt kommt der Clou: wie wir ja alle wissen, wiederholt sich die Mode nach einer Erholfrist von einigen Jahrzeiten wieder. Jene, die am lautesten gebrüllt haben, sie würden nie wieder in Leggins und Karottenhosen durch die Einkaufsmeilen kaufen, sind eben jene, die als erste diesen Modetrend wieder aufgriffen. Da ich ja selber in der Modebranche tätig bin, weiß ich aus erster Hand, dass im Moment die 80er mit den 90ern einen Paarungstanz veranstalten und ich muss gestehen, irgendwie ist die Mode doch wieder sehr tragbar geworden. Wilde Blumenmuster, gepaart mit Neonfarben,überall  die Farbe gelb, Hosen, die bis über den Bauchnabel gehen, alles schon gesehen, alles schon getragen.

Und weil ich eben für jeden Spaß zu haben bin, dachte ich mir mal, ob ich mich nicht mit meinem Kleiderkasten und meinem DeLorean (aka meiner geliebten Kamera) in die 80er transportiere:

 

Ein spezielles Augenmerk bitte auf das T-Shirt von den Goonies *seufz* Wer diesen Film nicht kennt, unbedingt schauen (Anmerkung der Bloggerin)

Also zumindest kann keiner behaupten die 80er wären nicht mehr tragbar, sie sind es mehr denn je. Und gute Laune macht es allemal. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ein Kind der 80er bin, aber wenn meine Tochter meint, dass einige Teile doch sehr cool aussehen, dann weiß ich, dass die Dauerwelle…äh ich meinte der Funke überspringt. Also, toupiert euch die Haare, knallt farbigen Lidschatten und ne Menge Rouge rauf und ihr werdet nicht mal auffallen. Das tolle ist, dass jeder seine eigenen Lieblingsteile finden kann und die Fusion zwischen den 80er und dem neuen Millenium funktioniert hat. Ich bin gespannt, in welche Zeiten uns die Modewelt noch führen wird. Mein DeLorean und ich sind dabei.

Nur für mich

Heute war so ein Tag. So ein unerwartet freier Tag. Mein Mini-Me wurde zu einer Unicorn Party eingeladen, mein Freund zu einer Grillerei mit Freunden. Plötzlich sturmfrei.

Mein Herz begann zu klopfen, ob dieser unerwarteten Freiheit. Ich war schlichtweg überfordert. Was also tun?

Putzen? In Ruhe, wenn keiner da ist und in den frisch gewischten Boden rennt? Ein definitives Nein, putzen konnte ich immer.

Schlafen? Hmm, sehr verlockend. In Ruhe auf die Couch fallen und dem schönen Nichtstun frönen? Das schien mir fast verschwendete Zeit, obwohl…nein!

Sport machen? Brrr…nein, wir wollen ja nicht gleich übertreiben.

Beim schnellen Vorbeihuschen in die Küche, um mir einen Schokoriegel zu gönnen, auf meine Idee hin Sport zu machen, erhaschte ich einen Blick in den Spiegel und der Nachmittagsplan war besiegelt: in großen Leuchtbuchstaben stand über meinem Kopf: Frisör! Frisör! Frisör!

Und was soll ich sagen: ich habe es genossen, ich entspannte bei einer herrlichen Kopfmassage, die Haare duften und erstrahlen in einer sensationellen Farbe bei der besten Frisörin, die ich hier gefunden habe! Alles in allem fühle ich mich wie rundum erneuert und mindestens 10 Jahre jünger, gut das wäre übertrieben, dann wäre ich ja erst 17 *zwinker*.

Aber allen ernstes, nachdem nächste Woche die 37 an meine Türe klopfen wird, ich mich fühle wie Mitte zwanzig und grinsend durch die Welt renne, habe ich etwas beschlossen.

Ich bin keine schlechte Mama, wenn ich mir mal eine Auszeit gönne und meine Bedürfnisse für ein paar Stunden an erster Stelle gebe.

Ich bin keine schlechte Hausfrau, wenn der Haushalt mal nicht auf Hochglanz poliert ist, er rennt ja schließlich nicht weg.

Ich bin kein schlechter Mensch, weil ich keinen Sport gemacht habe (das war jetzt nur zu meiner Beruhigung).

Es tut ab und an wirklich gut, einfach mal was für sich selber zu machen. Sich etwas zu gönnen. Denn unser inneres Glück kann uns niemand anderer geben, außer wir selbst. Kein Partner, kein Job, nicht alles Geld der Welt schafft es, dass wir unsere innere Balance finden. Das müssen wir selber schaffen und da fügt sich das eine Rad ins andere: wenn wir strahlen, strahlt die Welt zurück. Ganz einfach. Wirklich, es ist tatsächlich so einfach. Warum haben Millionäre Millionen? Weil sie an sich geglaubt haben und vermutlich auch eine gute Idee.

Warum wirken manche Menschen anziehender auf uns, als andere. Weil sie mit sich selber im Klaren sind. Weil sie das ausstrahlen. Und ganz ehrlich: So wie ich heute nach dem Frisör nahezu durch die Straßen geschwebt bin, so als wäre die Stadt meine Bühne, da merkte ich natürlich auch die Blicke. Nicht, dass ich soviel anders aussehen würde, als zuvor, aber innerlich fühlte ich mich wie ein neuer Mensch.

Mit diesem wunderbaren Gefühl wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende! Und schaut auf euch!

 

Diversität

Ich bin Österreicherin. Was bedeutet das? Es bedeutet schlichtweg, dass ich hier geboren wurde. Es ist keine Leistung, die ich selbst erbracht habe, es war Zufall. Ich hätte genauso gut in Neuseeland auf die Welt kommen können. Hätte das einen anderen Menschen aus mir gemacht? Wäre ich dann nicht mehr Birgit, die einen Blog schreibt?

Soweit ich das nachforschen konnte, habe ich auch Vorfahren aus Tschechien und eventuell dem ehemaligen Jugoslawien. Sagen wir mal so, wenn ich jetzt auf der Grenze zu Slowenien stehen würde, mit einem Bein in Österreich und einem in Slowenien, wäre ich dann ein anderer Mensch? Nein! Grenzen wurden von Menschen gezogen, willkürlich.

Das heißt, wäre ich sagen wir um 950 n. Chr. geboren worden, wäre ich ihm Herzogtum Bayern auf die Welt gekommen.

Wäre ich um 450 n. Chr geboren worden, wäre ich ein Noriker, einem keltischen Königreich, dass sich über fast ganz Österreich erstreckte.

Österreich zu Zeiten der K. und K. Monarchie, vielleicht wäre ich eine Ungarin? Seht ihr was ich meine? Grenzen sind willkürlich und verändern sich. Ebenso wie Religionen. Die Wikinger führten Kriege gegen die Christen, die Christen gegen die Wikinger und und und.

Im kleineren Ausmaß ist es doch so: Ich sehe einen  Menschen auf der Straße, der das Gesicht verzieht und denke: na, was passt ihm denn nicht an mir? So ein Unsympat. Vorgefertigte Meinung. Aber, dass dieser Mensch vielleicht gerade einfach nur etwas Saures gegessen haben könnte, auf die Idee komme ich nicht?

Genauso ist es mit unterschiedlichen Kulturen.

Meine Arbeitskollegen kommen aus dem Iran, Tschetschenien, Tschechien, Türkei, Bosnien, Serbien und Kroatien. Was bedeutet das? Nichts! Rein gar nichts.Es ist kein Stigma, dass jemandem anhaftet. Es sind lustige Frauen, mit denen ich Spaß habe, von denen ich neue Dinge lernen kann, die meinen Horizont erweitern.

Ich möchte eines vorweg nehmen: ich lege keinen Wert auf vordefinierte Wörter wie: Gutmensch, Rassist oder Weltenverbesserer. Es sind Modewörter, die auf einmal in Erscheinung getreten sind und oft ohne groß nachzudenken, ausgesprochen werden. Gleich wie „Ich google das mal“ oder „chill“.

Ich lege außerdem keinen Wert darauf, dass heutzutage alles und jeder politisiert wird. Witzigerweise habe ich bis dato keinerlei schlechte Erfahrungen mit Immigranten gemacht. Keine. Auch keine mit Österreichern. Ich habe nur schlechte Erfahrungen mit schlechten Menschen erleben dürfen. Es ist dieses Misstrauen von beiden Seiten, dass uns heutzutage zu Feinden macht. Ich will nichts über Asylanten schreiben, oder darüber, wieviele wir noch aufnehmen müssen oder dürfen.

Ich will darüber schreiben, dass in uns allen das gleiche Blut fließt und dass es immer gute und schlechte Menschen geben wird.

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass kleine Kinder mit jedem spielen, egal wie er aussieht oder aus welchem Land er kommt. Erst, wenn es zu verstehen beginnt, was seine oder ihre Eltern ihm oder ihr vorleben, distanziert sich das Kind und beginnt ebenso misstrauisch zu werden.

Ich kämpfe mit meinen Worten. Ich möchte eigentlich schreiben, wie falsch diese Welt sich entwickelt, aber ich schaffe es nicht ohne nicht irgendjemandem auf den Schlips zu treten.

Deshalb schreibe ich nur aus meiner Sicht. Das ist einzig meine Meinung. Ich finde es spannend über andere Kulturen zu lernen, ich finde es spannend andere kulinarische Einflüsse zu entdecken und ich finde es spannend, andere Sprachen zu lernen. Aber das bin nur ich. Und wie erwähnt, ich habe noch keine schlechten Erfahrungen mit meiner Neugier gehabt. Eher das Gegenteil. Ich fragte eine Türkin gerade heraus, ob sie sich nie mit der Nadel in den Kopf stechen würde, wenn sie das Kopftuch damit befestigt. Ich wäre mir sicher, ich würde mir hundertmal den Kopf aufstechen. Sie lachte und wir hatten die lustigste Unterhaltung.

Ich antwortete einer Russin, die mit Müh und Not nach dem Weg fragte, mit einem freundlichen „Spasiba“ und ihr Gesicht strahlte. Es ist wie bei so vielen Dingen im Leben, wie es in den Wald hinein schreit, so schreit es heraus. Ich musste feststellen, dass viele zugewanderte Mitmenschen auch Angst vor uns haben, Angst davor, wie wir reagieren, wie wir auf sie zugehen.

Es mag ein hinkender Vergleich sein, aber auch ich wechselte vor zwei Jahren meine Heimat. Sie liegt zwar im selben Land, mit derselben Sprache, aber es war eine gewaltige Umstellung, alles zurück zu lassen, alles Vertraute, alle Freunde, alle Gewohnheiten. Ich hatte auch Angst in meiner neuen Umgebung und wurde aber sehr freundlich aufgenommen. Das hat mir vieles erleichtert. Deswegen kann ich mir auch gut vorstellen, wie es für alle diejenigen sein muss, die in einen völlig neuen Kulturkreis auswandern, die keine Sprache verstehen.

Und auch ich hatte keinen politischen Grund warum ich gehen musste, ich wollte einfach ein anderes, vielleicht ein besseres Leben führen.

Ich will keine Meinungen ändern, das kann ich auch nicht, ich hoffe nur, für die Zukunft unserer Kinder, unser aller Kinder, dass ein friedliches Zusammenleben möglich sein wird und nicht mehr nach Kulturen oder Religionen unterschieden wird.

Making Memories

Den Alltagstrott kennen wir alle. Arbeit, Haushalt und Erledigungen. Nichts Neues. Das gehört eben zu jedermanns Leben dazu. Doch denken wir mal darüber nach, wenn wir zu einer Feier eingeladen wurden, einen Ausflug machten, oder einfach gemütlich mit Freunden oder dem Partner einen tollen Tag verbracht haben, wie ausgelassen unsere Stimmung ist. Ja ich möchte sogar behaupten, welch natürlicher Energieboost das sein kann.

Wir gehen jeden Tag den gleichen Weg. Aufstehen, zur Arbeit fahren, heimkommen, kochen, putzen, mit dem Kind Aufgaben erledigen, Fernsehen, Computer spielen, lesen und vieles mehr. Und dann wundern wir uns nahezu, warum wir immer müde und ausgelaugt sind. Warum wir keine besondere Lust haben einen Fuss vor die Türe zu setzen. Weil wir uns einfach von diesem Trott, der uns vermeintliche Entspannung bringen soll, diktieren lassen.

Ich bin voll und ganz der Meinung, dass man Erinnerungen schaffen soll. Und zwar mit einer ausgewogenen Balance. Nicht jeden Tag, jedes Wochenende dort und dahin reisen, nein, der Geist braucht auch mal die Zeit und Ruhe, um abschalten zu können, aber so wie bei allem im Leben, mit Maß und Ziel.

Ganz ehrlich, wenn wir an unsere Kindheit oder Jugendzeit denken, kommt bei vielen ein Grinsen ins Gesicht.

„Was der Papa immer für Blödsinn angestellt hat. Einmal, da hat er mir gezeigt, wie man auf den höchsten Ast im Baum kommt. Die Mama hat fast einen Herzinfarkt bekommen.“

„Einmal sind wir in den Tiergarten gefahren, da hat ein frecher Affe meiner Mama das Jausenbrot gestohlen.“

„Als wir fünfzehn waren, trafen wir uns immer am selben Platz bei der Sandbank am Fluss. Es war herrlich.“

Denkt mal darüber nach, wie es für euch gewesen wäre, wenn eure Eltern, Brüder oder Schwestern, Freunde Tag ein und Tag aus, nur zu Hause gehockt wären, an was könntet ihr euch dann erinnern? Worüber könntet ihr in Erinnerungen schwelgen? Was würde euch dann ein Grinsen ins Gesicht zaubern?

Sicher nicht die Augenblicke als ihr die Serie, die ihr gesehen habt, dem Computerspiel, das ihr gespielt habt, oder den Stunden, die ihr einfach nur sinnlos auf der Couch verbracht habt, Zeit gewidmet habt.

Die Tage verschwimmen ineinander ohne, dass man etwas Spannendes oder Lustiges erlebt habt. Der Frustlevel in einem selber steigt, ohne dass man es zunächst bewusst mitbekommt. Man meidet immer mehr andere Menschen, glaubt nur in seiner eigenen Welt, abgeschottet von allem anderen, die Ruhe und Entspannung zu finden, die man benötigt. Aber ist das wirklich so?

Denn, wenn ich die Menschen so um mich beobachte, wirken sie nicht sehr entspannt, eher entnervt und gereizt. Jede Tätigkeit wird zum Müßiggang. Und, ich mag mich hier weit aus dem Fenster lehnen, aber alles gute Zureden der Welt hilft nichts. Der Mensch selber muss dahinter kommen, dass das Leben da draussen das schönste und spannendste ist, was wir geboten bekommen.

Also, schafft Erinnerungen, damit ihr selber oder eure Kinder später einmal erzählen können, wie schön das Leben sein kann. Damit sie mit einem Lächeln und neuer Energie, den Alltag meistern können.

Am Anfang war das Wort

Ich rede gerne. Ich rede viel. Um das mal vorweg zu nehmen, ich bin mir dieser Tatsache sehr wohl bewusst. Und das lustige dabei ist, manchmal gehe ich mir selber auf den Wecker damit.  Aber nur sehr selten, und nur an Tagen, an denen mein Wortfluss so überhaupt nicht zu bremsen ist.

Meine Mutter erzählt mir immer, dass ich bereits mit knapp einem Jahr ein sprudelnder Quell von aneinander gereihten Worten war. Damals noch nicht so eloquent wie heute, aber durchaus fähig mit Worten Bilder zu malen. Da gab es den „Hundi-Wuffi-Brauni“ oder das Austesten erster Fremdwörter: „Efem“ – zu deutsch Semmel und ich bin bis heute überzeugt davon, dass dieses Wort in irgendeinem Sprachgebrauch eine Bedeutung hat.

Nichts desto trotz erinnere ich mich gut an die ausgeprägten Stirnfalten sowohl meiner Mama als auch meiner Oma, wenn ich voller Wissen, dass aus mir heraus wollte, aus dem Kindergarten kam und ohne Punkt und Komma das Tagesgeschehen rezitierte. Auch die zusammen gezogenen Augenbrauen und das tiefe Durchatmen, ob meiner spannenden Geschichten blieben mir lebhaft im Gedächtnis. Wobei sich heute leise Zweifel regen, ob das nicht doch ausgeprägtes Kopfweh war, weil ich so gar nicht aufhören wollte zu reden und nicht eine dramatische Reaktion auf meine spannenden Geschichten.

Es ist lustig, aber selbst heute, wenn ich von der Arbeit nach Hause gehe, für den Nichtwisser, es handelt sich hierbei um etwa 10 Minuten Fußmarsch, rufe ich meine Mutter an und lasse einen Wortschwall von mir, der seinesgleichen sucht. Nur um meinen Freund zu Hause etwas zu entlasten, der mit meinem lebhaftem Mundwerk so seine liebe Not hat. Aber ehrlich, ich habe das Gefühl, dass muss raus und gehört erzählt, so wie ein Niesen. Versucht mal ein Niesen zu unterdrücken. Es kommen die Tränen und es scheint schier unmöglich. Erst, wenn man tatsächlich diesem Drang nachgegeben hat, stellt sich Erleichterung ein, ja sogar ein gewisses Gefühl der Entspannung. Genauso ist es bei mir, wenn man mir das Reden untersagen möchte.

Nur wie beim Niesen, muss ich lernen den Wortschwall zu kontrollieren und nicht meine gesamte Umgebung damit zu beglücken. Denn, wie bereits vielfach getestet, ohne Vorhalten der Hand, kann beim Niesen ganz schön was daneben gehen und, um es mal bildhaft auszudrücken, alle voller unschönem Nasensekret vollgeprustet werden. So ungefähr stelle ich mir das vor, wenn ich mal wieder nicht aufhören kann mein Mundwerk zu schließen.

Das Problem dabei ist nur, ich frage mich, woher kommt das? Selbst wenn man mich mitten in der Nacht aufweckt, grummle ich zwar kurz, wäre dann aber sicher für stundenlange Gespräche bereit.

Ich denke einfach, jeder Mensch ist anders und das gilt hier genauso. Es gibt solche, die die Ruhe und Einsamkeit schätzen und es gibt solche, die gerne unter Menschen sind und quasseln. Wie ich. Es sei hier nochmal erwähnt, ich weiss, dass ich sehr anstrengend sein kann, aber so richtig bewusst wurde mir das erst, als eines Tages ein kleiner Spiegel, in Form meiner Tochter vor mein Gesicht trat. Gleich gesegnet mit einem unermüdlichen Wortfluss zu den unpassendsten Zeiten. Wie ich. Erst da erklärte sich mir die pochende Ader auf der Stirn aller meiner Mitbewohner und Freunde, wenn ich mal wieder so gar nicht aufhören konnte zu sprechen.

Also beschloss ich mal testhalber einen Tag sehr wenig zu reden. Das Resultat? Meine Nichte fragte mich, ob ich krank sei? Mein Partner schwieg dazu, vermutlich weil er die Ruhe genoss und keine schlafenden Hunde wecken wollte und ich war so stolz, so als hätte ich ein Schweigegelübde abgelegt. Als ich am Abend dann voller Vorfreude Lob einheimsen wollte, für meine gezügelte Zunge, meinten alle, es wäre ihnen nicht aufgefallen, dass ich soviel weniger geredet hätte.

Somit sei entschieden: ich bleibe, wie ich bin. Meinem Umfeld zu Liebe schaumbegremst und ich entschuldige mich jetzt schon bei dem armen Hund, der meine volle Ladung Wortsalat serviert bekommt, nach Tagen des Zurückhaltens.

Seelenraub

Erwachsen…?

In gut einem Monat dreht sich der Zeiger meiner Lebensuhr wieder um ein Jahr weiter und er vermerkt für mich unglaubliche 37 Jahre. Eine Zahl? Ein Reifezeugnis?

Keine Ahnung! Früher hatte ich immer ein Bild im Kopf, wie man mit 30 oder 40 sein sollte. Erwachsen, reif, verantwortungsbewusst, ein Vorbild für seine Kinder.

Doch wer ist dieses, mit Kopfhörern durch die Wohnung hüpfende Wesen, das laut zu Bon Jovi Songs brüllt? Dieses peinliche Wesen, dass den Moonwalk versucht und laut lachend, wohl gemerkt über sich selber, auf die Wohnzimmercouch hüpft, während das vermeintliche Kind im Haushalt nur den Kopf schüttelt?

Ist das schon eine Art Midlife-Crisis? Hier kann ich ein eindeutiges NEIN hinstellen!_DSC1240.JPG

Nur, falls ihr es noch nicht bemerkt habt, dieses Kind in Erwachsenengestalt bin ich.

Leide ich am Peter-Pan-Syndrom? NEIN, erneut. Ich bin einfach ich. Lustig und kindisch. Ich fühle mich jetzt jünger, als ich es vor 20 Jahren war, wo ich glaubte, ich müsste erwachsen sein. Hinter den Ernst des Lebens kommen. Quatsch.

Ich hatte das Glück einige nette Menschen kennen lernen zu dürfen, die weit über 80 Jahre alt waren, aber denen der Schelm aus den Augen geblitzt ist. Auf meine Frage, wie man es schafft, so jung auszusehen, kam immer als Antwort: einfach jung bleiben im Herzen. Lachen und nicht alles so ernst nehmen.

Erst dieses Wochenende war bei uns in der Stadt ein grosses Volksfest und meine Güte, ich habe mich gefreut, schlimmer als ein kleines Kind. Mein Grinsen war breiter als das der berühmt berüchtigten Grinsekatze und als ich – natürlich peinlich vor Freude springend – vor dem Autodrom stand, konnte sich selbst mein Kind nicht mehr beherrschen und lachte und kicherte mit mir. Und siehe da, aus einem pubertären Teenager wurde auf einmal wieder ein kleines Kind, das völlig befreit von Herzen lachte.

Da kam es mir kurz in den Sinn, den heiligen Gral gefunden zu haben (ja ich neige manchmal dezent zur Theatralik): aber seien wir uns mal ehrlich: wenn man sich freut, lacht und Spass hat, fällt alles viel leichter. Ernste Dinge können wir nicht ändern, Stress lässt sich manchmal nicht vermeiden, schwierige Situationen werden kommen und gehen, aber die Leichtigkeit im Herzen, die wir in der Kindheit in uns getragen haben, kann definitiv eine Hilfe in so vielen Angelegenheiten sein.

Deshalb plädiere ich auf Spaß! Hüpft durch die Wohnung, tanzt, lacht! Denn das ist das Wertvollste, das wir unseren Kindern lehren können. Erwachsen sein bedeutet nicht Ernst und Stress und Sorgen, sondern Freiheit, die Dinge selber entscheiden zu können. Es liegt an uns selber, ob wir uns diktieren lassen oder die Zügel einfach in die Hand nehmen.

In diesem Sinne: einen wunderschönen Tag euch allen!

Seelenraub

…dieses ist der zweite Streich..

Und weil es so lustig war und weil ich immer am Üben bin, habe ich entschlossen, den Kinderreim, den ich voriges Jahr geschrieben habe, auch per Amazon Self-publishing zu veröffentlichen.

Ich gebe zu, ich habe immer noch meine liebe Not mit der Formatierung, aber kein Meister ist vom Himmel gefallen, ohne sich weh zu tun. Und diese Erfahrungswerte, die ich hier sammeln kann, sind unbezahlbar.

Es macht Spaß, es ist aufregend und spannend. Mir geht es in keinem Fall um den finanziellen Gewinn, den ich möglicherweise erwirtschaften könnte, nein viel eher, dass ich endlich den Mut gefasst habe, etwas Selbstgeschriebenes zu veröffentlichen. Das ist gar nicht so leicht. Ich fand immer wieder Ausreden, wie

  • nein, ich warte auf den Verlag
  • nein, das ist sicher viel zu schwer
  • nein, das will sicher keiner lesen
  • nein, so gut ist das nicht und sicher voller Fehler

Aber dann dachte ich mir, warum denn nicht? Ich habe in den letzten zwei Jahren vielfach festgestellt, dass man sich nur trauen muss und auch wenn man eine Bodenlandung macht, einfach aufstehen kann, den Staub vom Hintern klopfen und weiter machen. Ausser, dass jemand sagen kann, das ist das Schlechteste, das er je gelesen hat, kann nichts passieren. Und die Kunst es allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann, heisst es doch so schön.

In diesem Sinne, habe ich nun tatsächlich bereits zwei Bücher auf Amazon, weiter werden folgen. Es macht einfach zu viel Spaß 🙂

Das kleine, schwarze Nichts

Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr, solltet ihr euch entscheiden, diesen Kinderreim zu lesen, eine Bewertung da lasst, ob gut oder schlecht egal, nur bitte ich euch, nicht zu hart mit mir ins Gericht zu gehen. Ich nehme mir jedweder Kritik gerne zu Herzen, gesetzt den Fall sie wurde nicht beleidigend formuliert.

Und nur zur kleinen Erinnerung:

Seelenraub

 

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen wunderschönen Ostersonntag. Ich für meinen Teil, werde heute mal wieder einen Abstecher in meine alte Heimat machen. Was habt ihr so vor?